MarketProfile  | TPO – time price opportunity 

 

MarketProfile oder auch TPO ( time price opportunity ) genannt ist eine weit verbreitete Chart Darstellung aber was genau ist der Vorteil des MarketProfiles, eignet es sich überhaupt noch für das DayTrading ?

Das MarketProfile wurde in den 80ern vom Sojabohnenhändler Peter Steidlmayer zusammen mit der CBOT entwickelt mit dem Ziel einen tieferen Einblick in den Markt zu bekommen. Das MarketProfile ist KEIN Indikator sondern eine Darstellung des 30 Minuten Charts in Blöcken „blocks“ oder in Buchstaben „letters“ . Eine Reihe dieser „blocks“ oder „letters“ spiegelt die Zeit einer 30 Minuten Kerze wieder. Der Gedanke dahinter ist der, dass Märkte durch Zeit, Preis und Volumen bestimmt werden.

 

Darstellung des MarketProfiles 

Die Darstellung der Value Area ergibt sich aus der Gaußschen Glockenkurve welche eine Normalverteilung angibt, diese ist mit 68,2 % festgelegt wird aber meistens auf 70% aufgerundet.

 

Das Chartbild zeigt auf der linken Seite das MarketProfile und auf der rechten Seite den 30 Minuten Chart als Vergleich. Der hellgraue Hintergrund auf der rechten Seite markiert das „open“ um 15:30 oder 09:30 New York Zeit. Das Tagestief vom 29.11.2019 ist ein sogenanntes „buying Tail“ , ein Bereich in dem der Preis also nicht lange verweilte und keine große Interaktion stattfand. Der Vergleich mit dem Kerzenchart auf 30 Minuten zeigt schon die Ähnlichkeit dieser Darstellung. Das linke Bild mit dem MarketProfile hat außerdem noch ein VolumeProfile mit der Darstellung des Deltas (Ask-Bid), darauf habe ich im 30 Minuten Chat verzichtet da die Zahlen identisch wären. 

 

Wozu ist das MarketProfile also nützlich ?

 

Die Frage muss sich jeder selbst beantworten aber ich möchte meine Meinung dazu äußern. Das MarketProfile ist über 30 Jahre alt, es ist also eine sehr alte Darstellung. Es ist durchaus hilfreich für Trader die sich von einem Kerzenchart verunsichern lassen aber diese Arbeit sollten Sie sich unbedingt machen. Der Kerzenchart liefert in meinen Augen bessere und verlässlichere Informationen, gerade wenn Sie von einer Zeit basierten Darstellung Abstand nehmen und einen Tick Chart wählen.

 

Tails

 

Das „buying Tail“ ist eine Lunte im 30 Minuten Chart, eine Lunte spricht also ebenfalls für eine Ablehnung aber Sie sehen hier das „low“ , „close“, „high“ sowie das „open“. Diese Informationen sich durchaus mehr Wert als diese Darstellung. Das MarketProfile eignet sich als Überblick aber durchaus und ist für einige eine Hilfe. Der Markt im 21 Jahrhundert wird zum Großteil elektronisch gehandelt, es ist also ein Trugschluss zu denken das eine Chartdarstellung die 30 Jahre alt ist heute noch Relevanz hat. Die Thematik mit der Value Area ist ebenso veraltet und wäre es so „leicht“ dann würde jedes Handelssystem darauf aufgebaut sein, dies ist aber nicht der Fall. Ich habe zur Gaußsche Normalverteilung den Wikipedia Link eingefügt, hier kann jeder exakt nachlesen für was die Normalverteilung eigentlich verwendet wird.

 

Was ist also die bessere Alternative ?

 

Es gibt kein besser oder schlechter ! Ich maße mir nicht an alles zu wissen aber ich möchte zum Denken anregen. Das ist im Endeffekt das einzige was Sie auf Dauer profitabel macht. Das folgen von Gurus oder Ideologien hat sich noch nie bewährt in der Vergangenheit, im wirklichen Leben ebenso wie im Trading. Das Grundproblem ist das nicht verstehen des ABC´s , dass bedeutet im Klartext Bid / Ask. Ich sehe das bei den Kursteilnehmern ebenso wie im Mentoring, der Fokus liegt mehr auf Indikatoren oder veralteten Regeln anstatt auf dem was den Markt letztendlich bewegt. Der Videokurs hat schon vielen Leuten geholfen diese Brücke endlich zu überwinden und eine neue Sicht auf die Märkte zu gewinnen, dass war und ist mein Anliegen. Ich habe aber eine alternative „versprochen“, die kleine Abschweifung musste aber sein.

 

Die Alternative !

 

Bitte betrachten Sie den Footprint in der Zeiteinheit 30 Minuten auf Delta Basis und achten Sie auf die Zahlen. Sie können es gerne mit dem MarketProfile vergleichen aber sie werden feststellen, dass Sie anhand der „Zahlen“ durchaus sehen können wo „Umsatz“ getätigt wurde und wo nicht. Der Umsatz mit nur einer Zahl ist so gering das es hier zu einem abschwächen der Käufer oder Verkäufer kam, ebenso sehen Sie exakt wo eine Akkumulation stattfand und wo nicht. Diese Faktoren führen Sie mit Übung zu einem anderen Ansatz und Sie verlieren womöglich schneller als gedacht die Angst einen Trade einzugehen. Die Stops sind zudem auch deutlich kleiner und Sie „reiten“ den Trade länger als Sie denken.